Abstract
Geschlossene Getriebekästen in schweren Bergwerksmaschinen wurden traditionell mit Hochleistungsgetriebeöl geschmiert. Die Hersteller der Technik empfehlen jedoch die Verwendung eines ISO-1000-Getriebeöls, das die Bildung der notwendigen Schmierfilmfestigkeit auch bei hohen Betriebstemperaturen sicherstellt. Die Mehrzahl dieser ISO-1000-Getriebeöle basiert auf Rückstands-, asphalthaltigen oder synthetischen Ölen (hochviskose Polyalphaolefine). Die Wirksamkeit dieser Schmiermittel erwies sich in der Praxis als unbefriedigend, Mängel an der Technik traten wie bei der Verwendung von herkömmlichen Getriebeölen auf. Ein Schwerpunkt für die Bergwerksbetreiber auf dem Gebiet der Wartung und Instandhaltung der Technik ist die Schmierung der Windwerksgetriebe der Löffelbagger. Die Forderung besteht darin, ein Schmiermittel für die unterschiedlichen Schmieranforderungen von Zahnrädern und Rollenlagern innerhalb des Getriebekastens zu finden (Getriebe erfordern Schmiermittel höherer Viskosität als Lager). Dazu mußte ein Schmiermittel von 1000 cSt Viskosität bei 40 Grad C entwickelt werden, das gleichzeitig die Schmierung der Lager bei hohen Betriebstemperaturen gewährleistet. Das entwickelte Produkt (Bezeichnung EGF 000) wird seit acht Monaten unter Produktionsbedingungen getestet. Dieses viskose, weiche Schmierfett eignet sich für die Schmierung von Zahnrädern und Lagern bei Temperaturen bis -40 Grad C. Es zeichnet sich durch verbesserte Fluidität aus, Schleifschlamm und metallischer Abrieb setzen sich besser auf dem Boden des Getriebegehäuses ab.