Abstract
Die Klimaänderungen sind ein weltweites Umweltschutzanliegen. Die IPIECA-Klimaänderungs-Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit den Klimaänderungen. Mitglieder der IPIECA sind Erdölunternehmen, nationale, regionale und internationale Vereinigungen. Die IPIECA hat 2002 zwei Workshops durchgeführt, über deren Ergebnisse im Artikel informiert wird. Zunächst wird über die IPIECA, deren Ziele und die Hintergründe zu den Workshops informiert. Die wesentlichen Aussagen aus den Workshops sind folgende: Die wichtigsten Anliegen in den nächsten Jahren in den Entwicklungsländern sind die Verringerung der Armut, Bereitstellung von sauberem Wasser, Gesundheitsdienstleistungen, sanitäre Einrichtungen und Bildung. In dem Zusammenhang müssen auch Aktionen in Angriff genommen werden, um den langfristigen Klimawandel abzuschwächen. Der Energiebedarf in Asien und Lateinamerika wird in den nächsten 30 Jahren stark zunehmen und hauptsächlich aus fossilen Brennstoffen gedeckt werden. Zum einen muss dieser Energiebedarf gedeckt werden, zum anderen sollen die Treibhausgasemissionen minimiert werden. Es gibt in den Gebieten viele Möglichkeiten für CDM-Projekte (clean development mechanismen, Entwicklungsprojekte mit dem Ziel Emissionen zu minimieren) mit einem großen Emissionsreduktionspotenzial. Bisher sind dies allerdings nur Projekte in sehr kleinem Maßstab. Es werden auch einige CDM-Projekte aus Asien und Lateinamerika vorgestellt. Die jeweiligen Regierungen spielen eine sehr wichtige Rolle bei den CDM-Projekten. Allerdings werden die Investitionen in CDM-Projekte im Vergleich zu den Investitionen in den Energiesektor sehr klein bleiben. In den nächsten 10 Jahren wird die Erdölindustrie Investitionen in die Entwicklung und den Technologietransfer für Emissionsreduktionen oder -vermeidung tätigen. Die Ziele sind noch weiter gesteckt, als was in dem Kyoto-Protokoll geschrieben steht. Die Ziele der Emissionsreduzierung und die Zeitpläne im Kyoto-Protokoll gehen für die Periode vom 2008 bis 2012. Was danach kommt, ist noch unsicher. Die Entwicklung und Anwendung von Technologien, die in signifikanten Emissionsreduzierungen resultieren, müssen Teil eiern zukünftigen Strategie sein, aber es ist noch nicht klar, wie der internationale Rahmen aussieht, der dies sicherstellen wird.