Abstract
Bei Hochspannungsentladung (5 bis 10 kV) wird durch den durchgehenden Strom die Oxidschicht der Teilchen durchbrochen und eine Kompaktierung zu poroesem Material erreicht, das genuegend Gruenfestigkeit besitzt, um eine weitere Verarbeitung zu erlauben. Der Kompaktierungsgrad haengt von den elektrischen Parametern und den Pulvereigenschaften ab; die Container koennen aus billigem Material sein, sie sind haeufig verwendbar. Die bei dem Prozess ablaufenden Vorgaenge werden an Hand eines elektromechanischen Modells fuer Eisenpulver diskutiert, wobei rasterelektronenmikroskopische Aufnahmen, Widerstands- und Kapazitaetsmessungen als Funktion der Entladungsspannung und Zeit sowie Durchschlagspannung als Funktion der Probenlaenge und Oxidschichtdicke beruecksichtigt werden. Die thermomechanischen Vorgaenge bei der Verbindung der Teilchen beruhen auf der unterschiedlichen thermischen Ausdehnung von Metall und Oxidschicht, Rissbildung und metallischer Kontaktbildung. Hochgeschwindigkeitsphotographie der gluehenden Teilchen zeigen die Halsbildung zwischen den Teilchen, Elektronenbeugunguntersuchungen ergaben eine kristalline Struktur der Halsteile. Industrielle Anwendungen betreffen z.B. Schweissstaebe aus Stellitpulver, rohrfoermige Stahlfilter fuer Oel, Petroleum, Polymerschmelzen oder auch Gase. 26 Abb, 1 Tab, 20 Qu I. Tweer